Rinderstall

Neben unserem Schweinestall und dem Getreidelager bauten wir etwa 300 Meter vom Hof entfernt 2007 einen neuen Rinderstall.  

Bis zu 75 Rinder haben Platz in dem 16 Meter breiten und 25 Meter langen Liegeboxenlaufstall. Die gemütlichen Zottel leben ganzjährig "open air", so dass sie immer frische Luft haben. Vor der Witterung schützen sie Dach und Wände. Die Tiere bewegen sich frei und haben Boxen, in denen sie sich legen und wiederkäuen können. Den Stall haben wir unterteilt nach Altersgruppen, so dass die vier bis elf Monate jungen Rinder getrennt sind von den elf bis zwanzig Monaten alten Tieren.

Jedes Rind frisst täglich zehn Kilo und trinkt ca. 20 Liter frisches Wasser. Alle zwei Tage rühren wir mit einem Futtermischwagen eine Ration aus einem Rundballen oder 600 Kilo Grassilage, 400 Kilo Stroh und 400 Kilo Schrot an. Das Schrot besteht zu je einem Drittel aus Gerste, Weizen und Ackerbohnen. Das Getreide stammt aus unserem Lager und von den eigenen Feldern.  

Der Gang vor den Laufflächen nennt sich Futtertisch. Hier legen wir fünf Mal täglich  nach, damit die Rinder immer genug frisches Futter haben. Bei unseren täglichen Besuchen füttern wir nicht nur, sondern prüfen auch, ob alle Tiere gesund sind und ob sie genug Wasser bekommen.

Die Tiere kommen mit vier Monaten und etwa 100 Kilo Lebendgewicht aus unserem Kälber- in den Rinderstall. Wir rechnen mit einem Kilo Gewichtszunahme pro Tag und schlachten die Rinder, wenn sie mit 18 bis 20 Monaten etwa 550 Kilo wiegen. Alle zehn bis zwölf Wochen holen wir vom Bauern Hansen aus Oha zwölf Kälber, so dass wir am Anfang jeder Woche mindestens ein Rind schlachten können.

Unsere Rinder sind Kreuzungen aus Schwarzbunten und Fleischrindern (Charolais und Limousin). Die Kreuzungstiere haben im Gegensatz zu reinen Fleischrindern den Vorteil, dass ihr Fleisch marmoriert ist.