Grünland und Ackerbau

Insgesamt bewirtschaften wir östlich von Kiel 143 Hektar Fläche:  125 Hektar Ackerland und 18 Hektar Grünland.

Drei Hektar Grünland liegen direkt am Hof. Wir mähen unsere Weiden drei Mal jährlich, um Silage als Tierfutter zu gewinnen. Grassilage ist durch Milchsäuregärung konserviertes Grünfutter mit hohem Stärkegehalt, das besonders von Rindern durch die Fermentation im Pansen sehr gut verwertet wird. Gegenüber dem Heu ist die Lagerung von Silage in Form von Ballen witterungsunabhängig. Das Gras wird luftdicht abgeschlossen, verdichtet und gelagert, damit pflanzeneigene Enzyme sowie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze unterdrückt werden. Milchsäurebakterien wandeln Zucker zu Säure und hindern das Wachstum von Bakterien. Wir verfüttern jährlich 360 Großballen Grassilage an unsere Tiere, also etwa 20 Ballen pro Hektar und Jahr.

Der Großteil unserer Weiden liegt landschaftlich schön direkt an den Kasseteichen. Leider haben  wir Probleme mit den Wildgänsen, die das Gras kurz halten und es verschmutzen.  

Unsere Flächen für den Ackerbau liegen weiter verstreut. Mit über 15 Kilometern Fahrtstrecke am weitesten vom Hof entfernt sind 30 Hektar Ackerland, die wir in Mohrrehmen von unserem früheren Ferkelerzeuger Waldemar Riedel gepachtet haben.

Auf unseren Ackerflächen bauen wir Raps, Weizen, Gerste, Hafer und Ackerbohnen an. Wichtig ist dabei die Fruchtfolge - nicht jedes Jahr kann die selbe Frucht auf dem gleichen Land angebaut werden, sonst sind die Pflanzen zu anfällig für Krankheiten. In unserer Fruchtfolge wechseln je 33 Hektar Raps, Weizen und Gerste sowie je 12 Hektar Hafer und Bohnen einander ab. Unsere durchschnittlichen Erträge im Jahr liegen bei 90 dt Weizen, 85 dt Gerste, 40 dt Raps, 70 dt Hafer und 50 dt Ackerbohnen.  

Als roter Faden gilt in unserer gesamten Produktion, dass wir so viel Natur wie möglich haben wollen; ganz ohne moderne Hilfsmittel kommen wir  aber auf dem Feld nicht weit. Durch Fruchtfolge und Bodenbearbeitung sowie Aussaattermin und Sortenwahl benötigen wir einen geringen Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. In diesem Bereich berät uns Jens Pettersen von der HaGe in Kiel, der  uns auch über die neuesten Anwendungsbestimmungen und Verordnungen auf dem Laufenden hält.  

Direkt nach der Ernte lagern wir an die 750 t Getreide in unserer Halle ein, von denen wir etwa 500 Tonnen an unsere Tiere verfüttern und 250 Tonnen  als Brotgetreide verkaufen.  Die Ackerbohnen verfüttern wir an unsere Rinder, während der Raps nicht erst eingelagert, sondern gleich nach der Ernte verkauft wird.